Saubere Energie und gute Luft!

Lange Zeit war der ehemalige Recyclinghof in Dingelstädt Stein des Anstoßes für viele Anwohner. Seitdem die Unternehmensgruppe Eichsfeldwerke das Grundstück übernommen hat, blieb kein Stein auf dem anderen. Entstanden ist ein moderner Energiepark mit zwei Windrädern, deren Kapazitäten rund 30 Mal höher liegt als die der früheren Anlage. Als regionaler Dienstleister rund um die Versorgung der Bürger haben die Eichsfeldwerke sich nicht nur um die entsorgungstechnischen Herausforderungen gekümmert, sondern dem Standort energiewirtschaftlich neue Bedeutung verschafft. Eine Win-Win-Situation, von der auch die Bürger profitieren: Die Eichsfeldwerke haben für frischen Wind gesorgt, aus dem gleichzeitig Strom gewonnen wird.

Seit der Übernahme des Grundstücks im Oktober 2012 hat sich viel getan: Nach umfangreichen Abrissarbeiten zur Baufreimachung und mit Sprengung der alten zweiflügeligen Windenergieanlage wurde Platz für zwei neue, hocheffiziente Anlagen geschaffen. Nach nur knapp sieben Monaten Präzisionsarbeit konnte das Projekt im September 2014 erfolgreich abgeschlossen werden. Die beiden Windenergieanlagen stehen seitdem auch symbolisch dafür, dass auf dem Betriebsgelände alles im „grünen Bereich“ ist.

Windräder

Mit einer Nabenhöhe von gut 138 Metern und einem Rotordurchmesser von circa 82 Metern verfügen sie jeweils über eine Leistung von 2,3 Megawatt. Damit können jährlich insgesamt rund 12 Millionen Kilowattstunden klimafreundlicher Strom erzeugt werden: Genug, um den Bedarf von mehr als 4000 Haushalten zu decken. Die alte Windenergieanlage war seit 1998 in Betrieb und hatte Kapazitäten für 132 Haushalte.

Die Motivation fasst Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der Eichsfeldwerke-Tochter EW Eichsfeldgas, zusammen: „Es ging uns nicht nur darum, in einen Standort zu investieren, der in keiner Weise unseren Qualitätsstandards entsprach. Wir standen auch vor der Frage, wie man ein Konzept umsetzen kann, das der Umwelt – und damit auch der Bevölkerung – wieder ein Stück zurückgibt. Neben den entsorgungstechnischen Herausforderungen haben wir uns daher für die energetische Aufwertung des Standorts entschieden.“

Dorfplatz

Generelle Prämisse der Unternehmensgruppe ist Transparenz: „Wir realisieren unsere Projekte stets in Abstimmung mit den jeweiligen Gemeinden und Anwohnern. Wir informieren bereits im Vorfeld und kommunizieren fortlaufend über Projektfortschritte. Die Anstoßpunkte der Bürger am alten Gelände haben wir in unsere Überlegungen aufgenommen“, so Nehrkorn.

Mit ihren sechs Tochtergesellschaften gestaltet die Unternehmensgruppe Eichsfeldwerke maßgeblich die Ver- und Entsorgungslandschaft der Region und somit wichtige Lebensbereiche im Alltag ihrer Kunden. Das Angebotsspektrum reicht von der Wasser-, Wärme-, Strom- und Erdgasversorgung über den öffentlichen Personennahverkehr und Projektmanagement bis zur Abfall- und Abwasserentsorgung.

Für eine saubere Umwelt und die nachhaltige Stärkung des Landkreises Eichsfeld hat die Gruppe bereits mehrere Hundert Millionen Euro investiert und diese Summe wächst stetig. Mit über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat sie sich zu einem der größten regionalen Arbeitgeber entwickelt. 

Dirk Nehrkorn sieht die Investitionen der Unternehmensgruppe Eichsfeldwerke in erneuerbare Energien als Selbstverständlichkeit, auch für die Zukunft: „Wir begreifen das als Verantwortung gegenüber unserer Umwelt und damit untrennbar verbunden auch gegenüber kommenden Generationen. Erneuerbare Energien entstehen aus heimischen, praktisch unbegrenzt vorhandenen Ressourcen und werden regional und dezentral erzeugt. So profitieren nicht nur viele Menschen vor Ort durch die CO2-Einsparungen und die Wertschöpfung. Man gewinnt außerdem Unabhängigkeit – von der Rohstoffverfügbarkeit und von Energiemärkten.“