Nachhaltig mobil in Richtung Landtag 

Im Sommer wird Manfred Hellmann mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr als ehrenamtlicher Bürgermeister für Viernau kandidieren. Seine Lieblingsthemen Klimaschutz und Energiewende wird er deshalb aber nicht zu den Akten legen: „Daran werde ich immer weiter drehen!“, es klingt fast wie ein Schwur. Tatsächlich will Hellmann noch mehr für sein Viernau erreichen, am liebsten auch, die Windkraft salonfähig zu machen.

Die Deutsche Umwelthilfe hat das Dorf für ihr Solarkraftwerk bereits 2001 als Solar-Kommune ausgezeichnet. Mittlerweile haben die Besitzer 40 privater Dächer eine Anlage installiert. Ein weiterer Solarpark folgte, heute erzeugt das Dorf 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr, 8 Millionen verbraucht es. „Das liegt an den 500 Industriearbeitsplätzen, für unsere Haushalte würde es reichen“, weiß Hellmann. Den Neujahrsempfang des Dorfes nutzt er also gerne und regelmäßig, um den Unternehmen das Thema Energieeffizienz „einzumassieren“, aber gleichzeitig versteht er, dass Investitionen in Produkte vorgehen.

Privat betreibt Hellmann sechs Photovoltaikanlagen auf gemieteten Dächern und auf seinem Haus. „Da fahren Sie nicht vorbei, ohne die Anlagen wahrzunehmen“, sagt er stolz. Von dem selbst produzierten Strom lädt er acht Monate im Jahr nebenbei auch sein Elektroauto. Als Hellmann noch im Thüringer Landtag saß, hatte er dort sogar eine eigene Steckdose für seinen Wagen: „Für den Hinweg hat es immer gereicht, für den Rückweg musste ich aber nachladen.